Der Hospizgedanke

Viele Menschen wünschen sich zu Hause in gewohnter Umgebung sterben zu können. Frei von Schmerzen, ohne Angst und vielleicht auch im Beisein von vertrauten Menschen.

Sterben ist ein Teil des Lebens und der Hospizgedanke geht davon aus, dass gerade für die letzte Wegstrecke des Lebens Unterstützung und Beistand benötigt wird. Nicht mehr die Heilung und Lebensverlängerung steht im Mittelpunkt, sondern ein würdevolles Leben bis zuletzt. Dazu zählen besonders Nähe und Zuwendung.

Die Hospizidee der Neuzeit entstand in England durch die Ärztin Cecily Saunders und breitete sich von dort weltweit aus. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schwerkranken, Sterbenden und deren Zugehörigen in der letzten Lebensphase hilfreich beizustehen und ein Lebensende in Würde zu ermöglichen.

“Du zählst, weil du da bist und wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben!”

– Cicely Saunders –

Auch in Deutschland hat der Hospizgedanke in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Den letzten Lebensabschnitt mit Sinn zu erfüllen ist einer der wichtigsten Grundsätze – für die Betroffenen und die Zugehörigen.

„Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben.“

Hospiz kann also heißen: Leben bis zuletzt.

Wenn wir nicht heilen können, dann können wir lindern. Und wenn wir nicht mehr lindern können, dann können wir trösten. Und wenn wir nicht mehr trösten  können, dann sind wir immer noch da.

Stefan Einhorn, Schwedischer Arzt