Aktuelle Bildungsveranstaltungen

des Hospiz-Ibbenbüren e.V. in Kooperation mit der Familienbildungsstätte

Informationen und Anmeldungen:

Familienbildungsstätte, Klosterstr. 21, 49477 Ibbenbüren
Tel.: 0 54 51 / 96 44 0, Email: info@fabi-ibbenbueren.de
Oder im Internet: www.fabi-ibbenbueren.de

Gibt’s Pflaster gegen Traurigsein? Auch Kinder trauern!

für Eltern, Großeltern und alle an dem Thema Interessierte

Sie weinen, schreien, trampeln oder sind ganz still. Wir Erwachsene möchten ihnen helfen – die Frage ist wie? Kinder erleben Verluste (eines Menschen, eines Haustiers, eines Gegenstandes) ganz anders als die Erwachsenen. Je nach Altersstufe gehen sie sehr unterschiedlich mit diesem Verlust um. Ihre Reaktionen verunsichern oder irritieren uns, da manchmal der Eindruck entsteht, die Kinder würden gar nicht trauern. Dies ist aber nicht so. Kinder trauern anders! Es ist wichtig, sie in ihrer Trauer anzunehmen, ihnen beizustehen und ihnen zu helfen.

Es erwartet Sie ein Abend zum Thema Tod und Gefühle; Ihre eigenen und die der Kinder. Wir nähern uns anhand von Praxisbeispielen und Ritualen dem Thema. Selbstverständlich gibt es auch Buchvorstellungen. Bitte bringen Sie eine Postkarte mit einem Motiv Ihrer Wahl mit.

Der Abend ist gebührenfrei, eine Spende für den Hospiz Ibbenbüren wird gern entgegen genommen!

Mo., 21.03.2022
Ort: Familienbildungsstätte (Fabi), Klosterstraße 21, Ibbenbüren
19.30 – 21.45 Uhr
Petra Wall

Trauer ist Liebe – Vortrag von David Roth

Veränderung  bringt Unsicherheit. Und selten war ein Zeitabschnitt mehr von Veränderung geprägt als der heutige rasante Wandel zur Wissensgesellschaft. Waren Tod und Trauer für die Generation unserer Großeltern noch selbstverständlicher Teil des Lebens, haben die Menschen heute diesen wichtigen Themenkreis weitgehend aus ihrem Alltagsleben verdrängt.

Der Referent, Bestatter und Trauerbegleiter David Roth wird uns an diesem Tag Einblick in seine Gedanken zu “Trauer ist Liebe” geben. Trauer setzt immer eine Beziehung voraus, Beziehungen mit ihren schlechten und mit ihren guten Erfahrungen. Und wie in der Liebe und in jeder Beziehung sollten diese Gefühle auch in der Trauer von dem, der damit leben muss, selber ausgedrückt werden. Dieses “selber Ausdrücken”, besser noch “Begreifen”, kann vielleicht Ungelöstes lösen und schmerzlich Vermisstes neu verbinden.

Als Fritz Roth, Firmengründer und Vater von David Roth, starb, wurde er von der Familie mitten in der Nacht vom Krankenhaus nach Hause geholt. Inge Roth und Ihre Kinder haben ihn angezogen und haben im Kreise der Familie und der engsten Freunde am offenen Sarg Abschied genommen. Es wurde gebetet, geweint, gesungen und es wurden Geschichten ausgetauscht, all das hat der Familie viel Kraft gegeben.

Auch die Schilderung dieser persönlichen Erfahrungen macht den Vortrag von David Roth zu einem berührenden Erlebnis.

David Roth, Bestatter und Trauerbegleiter, ging im Bergischen Land zur Schule. Nach dem Abitur am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium in Bergisch Gladbach leistete er seinen Zivildienst bei der Johanniter Unfallhilfe. Ein duales Studium schloss er mit dem Abschluss Dipl. Betriebswirt an der Wirtschaftsakademie Kiel ab.

In Kontakt mit dem richtigen Leben brachten ihn Praktika im  Grandhotel Schloß Bensberg, im Hospiz des Vinzenz Palotti Hospitals und beim Ambulanten Hospiz Leverkusen e.V. Es folgte die Ausbildung zum Trauerbegleiter bei Jorgos Canacakis.

In den Vereinigten Staaten von Amerika sammelte David Roth durch weitere Praktika Auslandserfahrung und studierte am New England Institute in Boston.

Nach dem Tod seines Vaters Fritz Roth übernahmen er dessen Platz in der Geschäftsleitung des Bestattungshauses Pütz-Roth. Er hält Vorträge über die Themen Sterben, Tod und Trauer im “Haus der menschlichen Begleitung” Pütz-Roth in Bergisch Gladbach, leitet Seminare in der dem Haus angeschlossenen “Privaten Trauerakademie” und ist ein gefragter Teilnehmer an Podiumsdiskussionen und Konferenzen. Im letzten Jahr hat er zusammen mit Sabine Bode das Buch “Das letzte Hemd hat viele Farben” geschrieben. Dieses Jahr ist das Buch “Nimm Zimt” – Tröstende Rezepte in Zeiten der Trauer erschienen, das er zusammen mit Ingrid Niemeier geschrieben hat.

David Roth und seine Lebenspartnerin haben vier Kinder.

Di., 13.09.2022
Ort: Familienbildungsstätte (Fabi), Klosterstraße 21, Ibbenbüren
19.00 – 21.15 Uhr,
€ 10,00
David Roth

Männer trauern anders – Vortrag Thomas Achenbach

Männer reden einfach nicht und Frauen lassen alle ihre Gefühle ungefiltert raus… Ist das wirklich so? Vor allem, wenn es um die Themen Trauer, Tod und Sterben geht? Denn diese Themen scheinen in unserer Gesellschaft fest in weiblicher Hand zu sein. Und doch gibt es so etwas wie eine „männliche Trauer“. Aber wenn es eben nicht das Ausweinen bei der besten Freundin ist – was ist es dann, was Männer in einer Trauer- und Verlustkrise wirklich brauchen?

Der Osnabrücker Trauerbegleiter und Journalist Thomas Achenbach hat sich auf die Suche gemacht. Durch seine eigenen Erfahrungen als Leiter von Trauergruppen für Männer – u. a. für verwaiste Väter – und durch zusätzliche Recherchen nähert er sich in seinem Buch „Männer trauern anders – was hilft ihnen und tut ihnen gut?“ (Patmos-Verlag) dem Kaleidoskop männlichen Trauererlebens soweit an wie es vielleicht möglich ist.

Vielen Kritiker:innen gefiel an diesem Buch vor allem die Kombination aus Erfahrungswerten und hilfreichen Quellen sowie der ebenso menschliche wie pragmatische Tonfall.

In einer Kombination aus Lesung und Vortrag nimmt Achenbach seine Zuhörer mit auf die Suche nach dem Phänomen der Männertrauer.

Mo., 14.11.2022
Ort: Familienbildungsstätte (Fabi), Klosterstraße 21, Ibbenbüren
19.30 – 21.45 Uhr
€ 10,00
Thomas Achenbach

Menschen am Lebensende begleiten – Befähigungskurs zum Erkennen eigener Fähigkeiten

Die Begleitung von schwerkranken, sterbenden und trauernden Menschen stellt Helferinnen und Helfer in der Hospizbewegung vor die Aufgabe, mit eigenen Ängsten in Bezug auf die Endlichkeit des Lebens umzugehen. Ein Intensivkurs soll Mut machen, über einen Einsatz in der Hospizarbeit nachzudenken und sich professionell darauf vorzubereiten. Den Umgang mit Ohnmacht und Hilflosigkeit angesichts des Lebensendes zu erlernen, ist für jeden eine Bereicherung!

Das Referententeam vermittelt Kenntnisse über die Betreuung der Sterbenden selbst, wie auch der trauernden Angehörigen.

Informationsabend:

Mo., 24.10.2022, 18.30 – 20.45 Uhr, Elisabeth Hecker

Dieser Abend ist Voraussetzung für die Teilnahme am Grundkurs!

Menschen am Lebensende begleiten – Befähigungskurs zum Erkennen eigener Fähigkeiten

Grundkurs:

Kurstermine:

Do., 10.11.2022, 18.30 – 20.45 Uhr
Fr., 11.11.2022, 17.00 – 21.30 Uhr
Sa., 12.11.2022, 9.00 – 18.00 Uhr
Mo., 14.11.2022, 16.00 – 21.00 Uhr
Di., 15.11.2022, 16.00 – 21.00 Uhr
Mi., 16.11.2022, 16.00 – 21.00 Uhr
Do., 17.11.2022, 16.00 – 21.00 Uhr
Fr., 18.11.2022, 16.00 – 18.15 Uhr, 48 UStd.
€ 200,00

Elisabeth Hecker und Referententeam

Bei vollständiger Teilnahme erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Ein Aufbaukurs folgt im Frühjahr 2023. Der Grundkurs ist die Voraussetzung für die Teilnahme am Aufbaukurs. Weitere Informationen sind ab November 2022 in der Fabi oder im Hospizbüro bei Elisabeth Hecker erhältlich.

Letzte-Hilfe-Kurse geben Sicherheit im Umgang mit Sterben und Tod

Viele Menschen wünschen sich, Zuhause in vertrauter Umgebung sterben zu können. Frei von Schmerzen, ohne Angst und vielleicht auch im Beisein eines vertrauten Menschen. Dies gelingt jedoch nur einem geringen Teil. Etwa 870.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland. Aber jeden von uns wird das Thema einmal betreffen!

Wer einem anderen Menschen am Lebensende ein Begleiter sein will, der kämpft häufig mit den eigenen Ängsten und Unsicherheiten. Viele Menschen trauen sich die Begleitung eines Sterbenden nicht zu, weil ihnen das Grundlagenwissen von Sterbeprozessen oder auch die Kenntnis über die vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangebote fehlen.

Im Letzte-Hilfe-Kurs wird Basiswissen vermittelt, einfache Handgriffe gezeigt und Tipps gegeben, was man für Nahestehende am Ende des Lebens tun kann.

Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, sondern ist auch in der Familie und der Nachbarschaft möglich. Es wird ermutigt, sich Sterbenden zuzuwenden, denn Zuwendung ist das, was alle am Ende des Lebens am meisten brauchen!

Folgende Themen werden besprochen:

  1. Sterben ist ein Teil des Lebens
  2. Vorsorgen und Entscheiden
  3. Körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte
  4. Abschied nehmen vom Leben

Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat.

Mitzubringen: Getränke und Verpflegung

  1. Kurs:

Sa., 19.02.2022, 9.30 – 13.30 Uhr, € 18,00, Sabina Krappmann-Klute und Pfarrer Dr. Dirk Klute

  1. Kurs:

Sa., 05.11.2022, 9.30 – 13.30 Uhr, € 18,00, Sabina Krappmann-Klute und Pfarrer Dr. Dirk Klute

Anmeldung für alle Veranstaltungen bei der Fabi Ibbenbüren: Tel: +49 (0) 5451 – 9644 -0!