Ehrenamtlich mitarbeiten

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule der Hospizbewegung. Wenn Sie etwas von Ihrer Zeit schenken möchten, erwarten Sie vielfältige Möglichkeiten, sich zu engagieren:

  • in der Sterbebegleitung
  • in der Öffentlichkeitsarbeit
  • in Beratung Patientenverfügung
  • in der Unterstützung bei Informationsveranstaltungen
  • allgemeine organisatorische Tätigkeiten

… oder mit Ihren ganz eigenen Fähigkeiten!

AKTUELL:

Unser Newsletter möchte gerne weitergeführt werden. In dem Menü „Über uns – Newsletter“ haben Sie die Möglichkeit, sich die bisherigen Veröffentlichungen anzuschauen.

Vielleicht finden Sie sich ja genau dort mit Ihren Wünschen und Fähigkeiten wieder!

Wir würden uns sehr freuen!

Wir bilden unsere Ehrenamtlichen gut aus und begleiten sie in ihren Aufgaben. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist für uns unbezahlbar wertvoll – aber auch Ihnen kann Sie viel geben! Wenn Sie sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Hospizarbeit interessieren, laden wir Sie herzlich ein, sich bei uns zu informieren!

Meinungen einiger ehrenamtlicher Begleiter:innen und Vorstandsmitglieder

Georg Blom

Ich habe damals etwas Neues gesucht, dass ich neben meinem Beruf machen konnte. Eine Veranstaltung zur Hospizarbeit gab mir den Anstoß. Da ich der einzige Mann im Team der Trauerbegleiter bin, kümmere ich mich heute um trauernde Männer. Mir macht es Freude, zuzuhören. Die Kunst bei Männern ist es, die Hürde zu nehmen, ihnen das Reden zu erleichtern. Das ist eine Herausforderung, die ich sehr schätze.

Beate Bühner

Motivation für diese Tätigkeit:

Die meisten Menschen möchten zuhause sterben. Diese letzte Lebensphase zu begleiten stellt für die Familie und Freunde sowie alle Beteiligten oft eine große Herausforderung dar.

Als ambulante Sterbebegleiterin darf ich Menschen in dieser Zeit unterstützen, und zwar dort, wo sie leben, und stehe ihnen und ihren Angehörigen für Gespräche zur Verfügung.  Alle Ängste und Sorgen dürfen ausgesprochen werden, und so kann manche Unsicherheit überwunden werden, sodass ein guter Abschied gelingen kann.

Sterben und Trauer sind untrennbar miteinander verbunden, und die Trauer beginnt oft schon lange vor dem Tod eines nahestehenden Menschen.

Als ehrenamtliche Trauerbegleiterin stehe ich den Trauernden in Einzelgesprächen zur Verfügung, biete aber auch Gesprächskreise zu unterschiedlichen Themen an. Ich möchte der Trauer Raum geben und den Menschen vermitteln, dass vielfältige Gefühle mit Trauer verbunden sind – und alle sind richtig und wichtig. Sich mit ihnen auseinanderzusetzten ist der Trauerprozess. Auf diesem Weg begleite ich die Trauernden ganz nach ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen.

Niemand sollte in diesen schweren Phasen des Lebens alleine sein und es erfüllt mich mit Dankbarkeit, Menschen bei Bedarf unterstützen zu dürfen.

Ulla Dirkmann

Schon sehr früh musste ich mich in meinem Leben mit schwerer Krankheit, Tod und Trauer auseinandersetzen. Beruflich hatte ich dann in meiner Arbeit als Sozialpädagogin auf einer Kinderonkologie mit diesen Themen zu tun.

Meine Aufgabe war die psycho-soziale Begleitung der Kinder, Jugendlicher und Eltern/ Familien. Auch in meinen weiteren beruflichen Tätigkeiten begleitete ich Menschen bei Krankheit und Trauer. Tod und Trauer gehören zum Leben, irgendwann wird jeder damit in Berührung kommen. Jeder wird irgendwann einen nahen und geliebten Menschen verlieren und trauern.

Durch veränderte gesellschaftliche Strukturen sind diese Bereiche häufig aus dem gesellschaftlichen Leben an den Rand gedrängt. Vielleicht liegt darin die Begründung, warum es für das soziale Umfeld so schwer ist mit diesen Themen umzugehen. Gerade Trauernde fühlen sich allein, unverstanden und empfinden hohen Erwartungsdruck, doch bald wieder „funktionieren“ zu müssen.

Häufig lässt ein schmerzhafter Verlust und die Trauer viele alte seelische Verletzungen und unbewältigte Lebensthemen an die Oberfläche kommen, was die emotionale Krise noch mehr verschärft. Und generell tut es gut in schweren Lebensphasen jemanden an der Seite zu haben, der einen ein Stück begleitet! Um der Gesellschaft etwas zurückzugeben, entschied ich mich 2006 für die ehrenamtliche Hospizarbeit und bin sowohl in der Sterbe- und Trauerbegleitung tätig.

Magdalene Heitkamp-Mählmann

Ich lebe den Hospizgedanken und möchte ihn so gut ich kann weitertragen. In all den Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung machen dürfen, dass in diesen ganz besonderen Lebenssituationen, die oft für alle Beteiligten sehr schwer sind, dennoch auch positive Dinge passieren.

Ich lerne von den Sterbenden und nehme aus jeder Begleitung, die immer wieder anders und individuell ist, ganz viel mit. Ich möchte außerdem weiterhin dazu beitragen, die ambulante Hospizarbeit noch bekannter zu machen, sodass niemand im Sterben alleine sein muss.

Jürgen Nass

Als ich 1995 als Krankenhausseelsorger nach Ibbenbüren kam, wurde mir gesagt, dass ein Hospizverein in Aufbau sei und man nur noch auf den neuen Krankenhausseelsorger gewartet hat.

An der ersten Versammlung aller Interessierten habe ich teilgenommen und kann mich noch sehr gut daran erinnern. Die Aufbaujahre waren schon sehr intensiv.

Ich war die ersten dreieinhalb Jahre Vorsitzender. Dann im Vorstand und seit längerer Zeit nur noch im Beirat. Aufgrund meiner Tätigkeit als Krankenhausseelsorger konnte ich nicht selbst in die Begleitung gehen. Die ambulante hospizliche Begleitung hat sich etabliert und ist ein wichtiger Teil im Sozialfeld der Menschen geworden. Sie muss aber auch in Zukunft gefördert und weitergeführt werden. Dazu möchte ich noch ein bisschen beitragen.

Petra Wall

“Ich wollte etwas machen, das mich berührt, wo ich meine Fähigkeiten einbringen kann”. Mit dieser Motivation liegen mir Kinder besonders am Herzen und deshalb ist für mich heute die Trauerbegleitung von Kindern und Jugendlichen sehr wichtig.

Im Gegensatz zu Erwachsenen trauern Kinder ganz anders, nicht latent, sondern punktuell. “Als würden sie über Pfützen springen: in einem Moment fröhlich, im nächsten tief in der Trauer. Und die ist dann wahrhaft echt.”

Dort möchte ich die Kinder abholen, kindgerecht, über malen, basteln und wenn nötig, auch beim Schachspiel.

Ihr ehrenamtliches Aufgabengebiet im Hospizverein Ibbenbüren e.V.

Als ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen sind Sie integraler Bestandteil eines versorgenden Teams, das in der Regel aus Angehörigen, Pflegekräften, Sozialpädagog:innen, Ärzt:innen und bei Bedarf aus weiteren Fachdiensten, beispielsweise einem ambulanten Pflegedienst, besteht. Die Koordination der Einsätze unserer Ehrenamtlichen erfolgt durch hauptamtliche Palliative-Care-Fachkräfte des allgemeinen Hospiz- und Palliativberatungsteams, die Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Darüber hinaus nehmen Sie an einer monatlichen Supervision teil und erhalten ein regelmäßiges Fortbildungsangebot rund um die Themen Sterben, Tod, Abschied und Trauer.

Ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen sorgen für das seelische Wohl von Schwerkranken, sterbenden Menschen und ihren Angehörigen. Die zentrale Aufgabe von Ehrenamtlichen im Hospizbereich ist es für Betroffene da zu sein durch Besuche zuhause, in stationären Pflegeeinrichtungen und auf Palliativstationen. Ebenso steht die Entlastung von Angehörigen im Fokus der Begleitungstätigkeit. Das hospizliche Ehrenamt beinhaltet keine pflegerischen Handreichungen. Als ehrenamtliche Hospizbegleiter:innen schenken Sie den Menschen vor allem Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit. Je nach Situation unterstützen Sie Betroffene, deren Familie und Freunde, wenden sich den unterschiedlichen Bedürfnissen zu und füllen so die letzten Tage mit Fürsorge, Nähe, Entlastung und auch mit Leben. Zeit und Ruhe zu haben für Gespräche mit Betroffenen oder mit Angehörigen, sie in ihrem alltäglichen Leben zu unterstützen, kleine Erledigungen zu übernehmen, auf Wunsch Spaziergänge oder kleine Unternehmungen zu machen, etwas vorzulesen, gemeinsam zu singen, zu beten oder auch gemeinsam zu schweigen – unsere Hospizbegleiterinnen und -begleiter tun, was in der jeweiligen Situation gerade guttut.

Für unsere ambulante Hospiz- und Palliativversorgung in Ibbenbüren und Umgebung suchen wir außerdem regelmäßig ehrenamtliche Mitarbeiter:innen für die Begleitung für Sterbende und Angehörige. Dabei gehen Sie in Beziehung mit den Betroffenen und ihren Familien und unterstützen in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen mit Migrationshintergrund. Sie greifen dabei auf Ihren eigenen kulturellen Erfahrungsschatz zurück und schaffen so ein vertrauensvolles, mitfühlendes Umfeld für die Betroffenen und ihre Zugehörigen. Auf Wunsch bieten wir Ihnen die entsprechende Hospizbegleiter-Vorbereitung mit kultursensiblen Schwerpunkt an – sprechen Sie uns gerne an.

Ehrenpreis im Jahre 2021 für den Hospizverein Ibbenbüren e.V.

Am 18. November 2021 erhielt der Hospizverein Ibbenbüren e.V. vom Stadtmarketing Ibbenbüren den 20. Ehrenpreis für das ehrenamtliche Engagement zur ambulanten Hilfe und Begleitung in der Region. Lesen Sie unten Näheres zur Verleihung.

Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung vom 19. November 2021, Autor und Foto: Claus Kossag

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