Margret Esch

Margret Esch

Geburtsdatum:
10.08.1961

Familienstand/Kinder:
verheiratet, zwei Kinder

Beruflicher Hintergrund:
Verwaltungsangestellte bei der Fabi Ibbenbüren

Mitglied beim Hospiz Ibbenbüren e.V. seit:
2008

Meine Motivation/Was hat den Ausschlag gegeben, mich hier zu engagieren?
Auch ich kenne die Hilflosigkeit, Verzweiflung und Ohnmacht, die einen überfällt, wenn ein nahestehender Mensch stirbt. Auch ich habe erlebt, wie es ist, wenn Freunde und Bekannte vor lauter Angst und Unsicherheit nicht wissen, wie sie in dieser Situation mit mir umgehen sollen, und mir lieber aus dem Weg gehen.
Aber ich bin unendlich dankbar für die Menschen, die in diesen Zeiten für mich da waren und die jederzeit ein Ohr für mich hatten. Dafür möchte ich gern etwas zurückgeben.

Worin sehe ich meine Aufgabe im Hospiz Ibbenbüren e.V.?
Meine Aufgabe liegt genau dort, wo ich im Moment gebraucht werde und helfen oder unterstützen kann – sei es als Sterbebegleiterin, als Trauerbegleiterin oder nur zum Kaffeekochen.

Was liegt mir ganz besonders am Herzen?
Für Menschen da sein, die Unterstützung benötigen, ist mir ein Herzensanliegen. Wenn jemand krank wird und weiß, dass er sterben muss, ist das eine Ausnahmesituation – für den Sterbenden und alle Zugehörigen! Wenn ich in einer solchen Situation in irgendeiner Form helfen kann, durch Zuhören, Hand halten, einfach „Da-Sein“, will ich das gern tun.

Außerdem ist mir noch Folgendes wichtig:
Früher verstarben die meisten Menschen Zuhause im Kreis der Familie. Verstorbene wurden Zuhause aufgebahrt, von Angehörigen gewaschen und vorbereitet und alle nahmen Abschied. Kinder gehörten wie selbstverständlich dazu und niemand nahm Anstoß, wenn diese nebenan spielten. Trauernde trugen schwarze Kleidung, dadurch wurde ihnen eine Schonfrist zugestanden und Rücksicht genommen.
Heute sterben die meisten Menschen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, zwar oft im Kreis der Familie und gut betreut von medizinischem Fachpersonal, aber doch hinter verschlossenen Türen. Hinterbliebene müssen nach dem Tod ihres Angehörigen schnell wieder „funktionieren“ und der Alltag holt sie ein. Für Trauern bleibt dann keine Zeit….
… doch Tod und Trauer sind ein Teil des Lebens!

Früher oder später kommt jeder damit in Berührung und ich wünsche mir, dass der Umgang damit wieder natürlicher wird.
Ich wünsche mir, dass Trauernde weinen dürfen und niemand wegschaut.
Ich wünsche mir, dass Trauernde alle Zeit der Welt bekommen und immer wieder über ihren Verstorbenen sprechen dürfen.
Und ich wünsche mir, dass Trauernde einen Weg finden, ohne ihren Verstorbenen weiterzuleben.

 


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